Wien. Die Entwicklung ist aktuell wie bei den früheren Wellen der Corona-Pandemie: Zuerst steigen die Infektionszahlen, nach einigen Wochen steigt die Spitalsauslastung. Besonders berücksichtigt werden muss die Kapazität der Intensivbetten, die für die Betreuung nach Operationen benötigt werden. Um angesichts steigender Zahlen von Covid-Patienten genügend Betten garantieren zu können, werden mancherorts geplante Operationen verschoben.

In Wien waren im Gesundheitsverbund am Donnerstag 60 Intensivbetten mit Covid-Patienten und 174 Normalbetten belegt. Insgesamt stünden 150 Intensivbetten für Betroffene bereit - inklusive jene für eine Sauerstofftherapie, die sich teilweise auf Normalstationen befinden. Aktuell werden bereits planbare Operationen verschoben, wie ein Sprecher des Gesundheitsverbundes erläuterte.

Engpässe in Kärnten

Es handle sich noch um keine generelle Maßnahme, allerdings frage man bereits Patienten, ob sie ihren Eingriff verschieben würden, so der Sprecher. Denn auch wenn die Bettenkapazität ausreichen würde, sei es nicht möglich, nicht infizierte Personen auf einer Corona-Station unterzubringen. Dies würde die Kapazität zusätzlich einschränken.

Auch in anderen Bundesländern müssen wegen steigender Corona-Zahlen ähnliche Maßnahmen ergriffen werden. In den Spitäler der KAGes in der Steiermark etwa würde bereits jeder zusätzliche Corona-Intensivpatient den Platz für eine geplante Operation wegnehmen, so ein Sprecher. Bisher wurden Operationen schon verschoben, es handle sich aber um Einzelfälle. In Kärnten wurde vor zwei Wochen mit Terminverschiebungen begonnen. In den meisten anderen Bundesländern stellt sich die Situation noch nicht so dramatisch dar.(apa/red.)