Die Luftflotte bestehend aus Polizei- und Heereseinheiten zur Bekämpfung des Waldbrandes am Mittagstein in Reichenau an der Rax ist am Wochenende um zwei italienische Löschflugzeuge (mit jeweils 7.000 Liter Löschwasservolumen), zwei deutschen Spezialhubschraubern der Marke Sikorsky (je 5.000 Liter) sowie um den slowakischen Helikopter Mil Mi 17 (3.000 Liter) ergänzt worden. Wie die Feuerwehr mitteilte, konnte der Flächenbrand dadurch bereits um ein Drittel eingedämmt werden.

Für die internationalen Fluggeräte wurden eigene Wasserentnahmestellen eingerichtet. Während die Löschflugzeuge das Löschgut in der Neuen Donau in Wien aufnehmen müssen - sie benötigen dafür mindestens eine zwei Kilometer lange, brückenfreie Wasserfläche - und von dort nach Reichenau tragen, wurde für den Sikorsky ein Löschbecken in der Payerbacher Au aufgestellt. Für einen weiteren Helikopter wiederum wurde die Schwarza-Wehr bei der Raxseilbahn-Talstation als Wasserentnahmestelle ausgewählt.

Anrainer und Tiere leiden

Bei den einzelnen Anflugstellen finden sich immer wieder dutzende Schaulustige ein, um den Einsatz der Hubschrauber zu beobachten. Polizei und Feuerwehr haben die Landeplätze großräumig abgesperrt. Unter dem Menschenauflauf und vor allem dem Lärm zu leiden haben die Anrainer. Wer kann, versucht dem Treiben zumindest für einige Stunden zu entkommen. Keine Wahl hat indessen das Weidevieh. Wie ein Landwirt gegenüber der "Wiener Zeitung" meinte, sei es für ihn derzeit "sehr schwierig, die Tiere zusammenzuhalten".

Wann der Hubschraubereinsatz beendet werden kann, lässt sich, nachdem der Wind das Feuer während der Nacht immer wieder anfacht, noch nicht abschätzen. Die Einsatzhelfer nehmen an, dass den entscheidenden Schlag gegen die Feuersbrunst nur Regen bringen kann. Dieser ist immerhin für Anfang dieser Woche angekündigt. (rel)