Im eben zu Ende gegangenen Jahr 2021 gab es zwar im Straßenverkehr etwas mehr Todesopfer als 2020, im längerfristigen Vergleich ist die Zahl aber niedrig. 359 Menschen sind 2021 nach Angaben des Innenministeriums auf Österreichs Straßen tödlich verunfallt. Das sind um 15 Todesopfer oder vier Prozent mehr als im Jahr 2020 (344). Das bedeutet gleichzeitig die bisher zweitniedrigste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Innenministeriums im Jahr 1950. Noch vor neun Jahren mussten mehr als 500 Verkehrstote beklagt werden.

Fast 3000 Verkehrstote im Jahr 1972

Die jüngste Zahl der im Straßenverkehr Getöteten entspricht nahezu einem Achtel der Todesopfer von 1972, dem bisher "schwärzesten Jahr" der Unfallstatistik mit 2.948 Toten. Die Zahl zugelassener Kraftfahrzeuge hat sich seit 1972 aber nahezu verdreifacht und ist von 2,5 Millionen auf 7,2 Millionen gestiegen, berichtete das Ministerium.

Höchste Zunahme in Oberösterreich

Die höchste Bundesländer-Zunahme der Zahl an Verkehrstoten gab im abgelaufenen Jahr in Oberösterreich mit plus 24. Im Burgenland, in Salzburg und der Steiermark wurden dagegen 2021 die bisher geringsten Zahlen an Verkehrstoten seit 60 Jahren verzeichnet. Als vermutliche Hauptunfallursachen der tödlichen Verkehrsunfälle gelten nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (26,9 Prozent), Unachtsamkeit/Ablenkung (24,5 Prozent) und Vorrangverletzung (15,5 Prozent).

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) kündigte an, den "Weg konsequent" fortzusetzen, "um die Unfallzahlen so niedrig wie möglich zu halten". Zum einen mit Schwerpunktaktionen gegen Alkohol am Steuer, Drogen, Schnellfahren und Drängeln, "zum anderen setzen wir auf Bewusstseinsbildung und Verkehrserziehung". (apa).