Straßensperren, mehr als 330 Einsätze und rund 2.800 Mitglieder von 260 Feuerwehren im Einsatz: Nach den schweren Stürmen, die über mehrere der vergangenen Tage hinweg über Niederösterreich zogen, waren die Aufräumarbeiten am Montag voll im Gange. Dass sich mit dem Erstrecken der Stürme über Tage der Klimawandel zu Wort meldete, ist laut Marc Olefs, Leiter der Abteilung Klimaforschung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, zwar nicht der Fall. Es sei aber die Intensität der einzelnen Stürme, die sehr wohl aufgrund des Klimawandels zunehme, sagt er.

"Langfristig betrachtet gehen wir europaweit von einer Zunahme der Sturmintensität bei einer ähnlichen Anzahl an Stürmen aus. Weil sich mehr Energie in der Luft befindet, die sich in Bewegungsenergie umwandeln kann, wird deren Intensität stärker", sagt Olafs zur "Wiener Zeitung".

Grund dafür sei die Klimaerwärmung, aufgrund derer eine größere Wärmemenge im Wasserdampf der Luft als potenzielle Energie gespeichert werde. Wird diese frei, werden die Stürme intensiver. Gleichzeitig bewegen sich die Sturmbahnen laut Olafs nach Norden.