Das Rote Kreuz ruft dringend zum Blutspenden auf. Man wolle für die Versorgung der Verletzten des Konflikts in der Ukraine vorbereitet sein, hieß es am Dienstag. "Die österreichischen Blutspendedienste zeigen sich gerade in Krisenzeiten solidarisch und helfen bei Bedarf europaweit." Die Lagerstände an Blutkonserven seien derzeit aber sehr niedrig. Für die Versorgung von Betroffenen in Krisenregionen reichen die Reserven aktuell nicht aus.

Denn derzeit können aufgrund der Corona-Pandemie Hunderttausende Menschen in Österreich nicht Blut spenden. In den vergangenen Wochen sind die Lagerstände an Blutkonserven deshalb signifikant gesunken. Das Rote Kreuz versuche bereits seit einigen Wochen, verstärkt zu mobilisieren, schon allein um die Vollversorgung der heimischen Spitäler aufrechtzuerhalten.

"Aktuell haben wir nicht genügend Reserven, um bei Bedarf Patientinnen und Patienten aus Krisengebieten mit Blutkonserven aus Österreich helfen zu können", erläuterte Bundesrettungskommandant Gerry Foitik. Jede und jeder, der Blutspenden kann, sollte dies auch tut, weil damit Leben gerettet werden. "Nur so sind wir in der Lage, im Ernstfall rasch reagieren und helfen zu können." Es gehe darum, die Versorgungssicherheit der heimischen Spitäler zu garantieren und auch in Krisensituationen jederzeit schnell helfen zu können.

Das Rote Kreuz veranstaltet zahlreiche Blutspendeaktionen. Informationen zur Blutspende selbst und zu Terminen gibt es unter www.gibdeinbestes.at und 0800/190-190.

Blutspenden können Personen zwischen dem 18. und 70. Geburtstag, die gewisse gesundheitlich und gesetzlich festgelegte Kriterien erfüllen. Ein amtlicher Lichtbildausweis ist mitzubringen. Das Rote Kreuz bittet um Verständnis, falls es derzeit bei der Blutspende punktuell zu längeren Wartezeiten komme. (apa)