Eine langsame Internet-Verbindung ist immer mühsam. Wer die Ursache kennt, tut sich bei der Fehlerbehebung leichter. Denn es macht einen Unterschied, ob es bei Download, Upload oder Reaktionszeit (Ping) hapert. Die Antwort kann ein Geschwindigkeitstest geben, den neben den diversen Internet-Anbietern auch die heimische Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) unter www.netztest.at anbietet.

Für möglichst genaue Messergebnisse hat der Netzwerktechnikhersteller Devolo, einige Tipps: So sollte man zum Beispiel zu verschiedenen Tageszeiten messen, weil besonders bei Kabelanschlüssen die Internet-Geschwindigkeit je nach Uhrzeit stark schwanken kann, da die Bandbreite aufgeteilt wird. Vor allem abends, wenn viele daheim online sind, macht sich das bemerkbar. Im Idealfall sollte der Computer mittels LAN-Kabel direkt am Router hängen - Achtung: Veraltete Cat5-Kabel oder langsame Rechner bremsen die Leistung spürbar. Und sowohl Router als auch Computer sollten vor dem Test neu gestartet werden, um Störfaktoren auszuschalten. Um die Datenlast des Routers zu senken, empfiehlt es sich auch, im Netz eingewählte Mobilgeräte auszuschalten, alle anderen Anwendungen auf dem verwendeten Rechner zu schließen und den Cache des Browsers vor jedem Testdurchgang zu leeren.

Bleibt die Frage: Wie viel Tempo braucht man überhaupt? Nun, für Video-Streaming in HD oder Full-HD sind 3 bis 5 Mbit/s optimal, hochauflösende 4K-Filme benötigen 15 bis 25 Mbit/s. Für Online-Gaming sollten es mindestens 10 Mbit/s sein, während Musik-Streaming mit 1 Mbit/s auskommt. Und für flüssige Video-Telefonie im Homeoffice? Da wären 2,5 Mbit/s und mehr gut.