Erste Influenza-Fälle sind bereits im Oktober in Österreich registriert worden. Das ist rund zwei Monate früher als sonst üblich, wie das Gesundheitsministerium am Samstag in einer Aussendung aufmerksam machte. Deshalb empfahl das Ressort, sich schon jetzt eine Impfung gegen die Grippe zu holen.

"Immunität relativ gering"

Pro Jahr sterben im Durchschnitt 1.000 Menschen in Österreich an der Influenza. In den vergangenen beiden Jahren war die Grippe wegen der Corona-Pandemie kaum ein Thema, es gab auch wenig Fälle. "Die Immunität in der Bevölkerung ist deshalb relativ gering, die Gefahr einer starken Influenza-Welle besonders groß", warnte die Generaldirektorin für die Öffentliche Gesundheit, Katharina Reich.

Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) erinnerte, dass gegen die Influenza die selben Maßnahmen wie gegen SARS-CoV-2 helfen: "Impfen schützt, auch das Tragen einer FFP2-Maske, Hygienemaßnahmen und Abstand halten schützen." Das Ministerium machte darauf aufmerksam, dass der Impfstoff österreichweit bereits bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung steht und dass viele Impfaktionen in den kommenden Tagen beginnen. Die Impfung sei allgemein empfohlen, insbesondere für Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe von Influenza und deren Haushaltskontakte sowie für Personen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko. (apa)