Ein Ausfall des Netzwerks hat am Montag ab etwa 9.00 Uhr Probleme bei der Steuerung der Tunnel- und Verkehrsbeeinflussungsanlagen auf allen österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen verursacht. Drei Tunnel in Tirol - Arlberg- und Perjentunnel (S16) sowie Roppenertunnel (A12) - waren aus diesem Grund gesperrt. Alle anderen Anlagen blieben in Betrieb. Die Asfinag besetzte als Vorsichtsmaßnahme lange Tunnel wie den Grazer Plabutschtunnel mit Personal an den Portalen.

Die Portalanzeigen auf den zu befahrenden Tunnel zeigten entweder grün oder gelb blinkend. Die Sperre der drei Tiroler Tunnel war Montagmittag noch aufrecht. Insgesamt dürften die Steuerungsprobleme laut Asfinag "nach derzeitigem Stand noch rund zwei Stunden dauern", hieß es gegen 11.45 Uhr.

Vor den gesperrten Tunnels bildeten sich in beiden Richtungen kilometerlange Staus, berichtete der ÖAMTC. In Oberösterreich ereignete sich zudem auf der Pyhrnautobahn (A9) Richtung St. Michael im Zug der Sperre der Tunnelkette Klaus ein Unfall, so der Club.

Ursache unbekannt

Die Verkehrssicherheit sei nicht beeinträchtigt, betonte die Betreibergesellschaft. Sicherheitseinrichtungen wie etwa die Lüftung "funktionieren zu 100 Prozent autark und würden im Falle eines Ereignisses automatisch starten".

Es handle sich um einen Netzwerkausfall im Bereich der Asfinag und um ein Steuerungsproblem, wurde erläutert. Die Ursache sei noch unbekannt. Bis auf die drei genannten Tiroler Tunnel seien alle weiteren - insgesamt gibt es mehr als 160 in ganz Österreich - in Betrieb. (apa)