Bei 71 Prozent der Zählstellen auf heimischen Autobahnen und Schnellstraßen sind im dritten Quartal weniger Pkw registriert worden, berichtete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Freitag und führte dies auf die gestiegenen Spritpreise zurück. Sehr ausgeprägt war die Reduktion aber nicht: Nur bei jeder fünften der 222 ausgewerteten Zählstellen ging der Verkehr um mehr als fünf Prozent zurück.

Auf dem am stärksten befahrenen Autobahnabschnitt, der Südosttangente (A23) Höhe Donauinsel, waren von 1. Juli bis 30. September mit 15,2 Millionen um rund 425.000 Pkw weniger unterwegs als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, was minus 2,8 Prozent entspricht. Auf der A1 bei Traun ging der Autoverkehr um rund 306.000 Pkw zurück, auf der A2 bei Bad Vöslau um 507.000, auf der A12 bei Hall um rund 193.000 und auf der A14 bei Feldkirch um 83.000 Pkw, so der VCÖ.

Mobilitätsmanagement gefordert

Dennoch ist die Verkehrsbelastung ist insgesamt nach wie vor sehr hoch. Daher fordert der VCÖ zusätzliche öffentliche Verkehrsverbindungen und betriebliches Mobilitätsmanagement. Als Beispiele dafür werden Unternehmen, wie beispielsweise Blum in Vorarlberg, Infineon in Kärnten, Boehringer-Ingelheim in Wien, Berger-Logistik in Tirol oder Püspök im Burgenland angeführt. Diese haben mit Maßnahmen wie Öffi-Jobticket, Jobrad und Bewusstseinsaktionen erreicht, dass mehr Beschäftigte mit Bahn, Bus oder Fahrrad statt mit dem Auto zur Arbeit kommen. (apa, red)