Der Lawinenabgang in Lech/Zürs ist glimpflicher ausgegangen als zunächst befürchtet. Stundenlang war nach zehn möglicherweise Verschütteten gesucht worden. Kurz vor 1 Uhr früh am Montag teilte die Polizei mit, dass es zwar vier Verletzte Personen gegeben hat, eine davon schwer, dass aber die übrigen sechs Personen nicht von der Lawine erfasst wurden. "Nach derzeitiger Erkenntnislage kann davon ausgegangen werden, dass keine Personen mehr vermisst werden", heißt es in der Mitteilung.

Der Verdacht, dass zehn Personen von der Lawine verschüttet worden sein könnten, gründete auf einem Video eines Skigasts. Dieses zeigt, "wie die Skifahrer mit der Lawine in Kontakt kommen", wie es Hermann Fercher von Lech/Zürs-Tourismus formulierte. Wie es dann weiterging, war auf dem Video nicht zu erkennen. Eine der Personen wurde verletzt geborgen und in die Klinik nach Innsbruck geflogen. Eine andere Person zog sich durch den Lawinenabgang eine Verletzung zu, konnte sich aber selbstständig befreien und ins Spital nach Bludenz begeben, wie Gantner der APA sagte. Im Verlauf des Abends meldeten sich die Personen, die auf dem Video zu sehen waren. Sie fuhren teils selbstständig ins Tal ab und meldeten ihre Beteiligung am Lawinenunfall zunächst nicht. Letztlich wurden vier der 10 Personen verletzt - eine davon schwer.

200 Personen im Sucheinsatz

Nach Informationen der Polizei und der Gemeinde Lech, zu der Zürs gehört, standen über 200 Personen im Sucheinsatz. Dennoch werde am Montag "zur endgültigen Abklärung, eine Sicherheitssuche durchgeführt". (apa)