Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) baut sein berufsbegleitendes Deutschlernangebot weiter aus, 2023 wird es mehr Kurse zu Randzeiten bzw. mehr Online-Möglichkeiten geben. 2022 wurden die - im Integrationsgesetz festgeschriebenen - Kurse rund 180.000 Mal genützt. 2023 kann der ÖIF laut einer Aussendung vom Mittwoch 74.000 Deutschkurse finanzieren.

Angeboten werden Flüchtlingen und Zuwanderern Deutschkurse auf den Niveaus A1 bis C1 und davor bei Bedarf Alphabetisierungskurse - und zwar in der Zeit zwischen 8 und 21 Uhr. Mit dem - künftig verstärkten - Angebot am Abend sowie mit Online- und Selbstlernkursen wird auch Erwerbstätigen die Teilnahme ermöglicht. Online-Kurse wurden 2022 stark genützt, das ÖIF zählte rund 117.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

Angesichts des aktuell hohen Arbeitskräftebedarfs ist die berufsbegleitende Teilnahme von besonderer Bedeutung, merkte Carla Pirker vom ÖIF an. Laut einer neuen Statistik Austria-Publikation sind unzureichende Deutschkenntnisse - mit 43,6 Prozent - der häufigste Grund, warum im Ausland geborene Menschen Schwierigkeiten haben, eine passende Stelle zu finden.

Für Beschäftigte und Arbeitssuchende in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus bietet das ÖIF - in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien - berufsspezifische Online-Deutschkurse. Bisher nützten das mehr als 18.500 Personen. (apa)