Eine milde Südwestströmung und Föhn sorgen für einen extrem milden Jahreswechsel in Österreich. Am Samstag wurde bereits zu Mittag mit 18,3 Grad an der ZAMG-Wetterstation in Aspach (Oberösterreich) der bisherige Silvester-Rekord erreicht - dieser lag mit 18,3 Grad in Berndorf, Niederösterreich, gemessen am letzten Tag des Jahres 2021. Im Laufe des Nachmittags steigen die Temperaturen noch ein wenig, berichteten die Meteorologen.

Der Wärmerekord für Dezember dürfte aber nicht erreicht werden. Er liegt bei 22,2 Grad, gemessen am 16. Dezember 1989 in Laz in Vorarlberg.

Höchstwerte auch am Neujahrstag

Am Neujahrstag wird es im Großteil Österreichs erneut sonnig und sehr mild, mit Höchstwerten zwischen zwölf und 18 Grad. Speziell im Osten und Süden kann sich aber stellenweise Nebel oder Hochnebel halten, und hier bleibt es mit Höchstwerten um siebn Grad dann auch deutlich kühler.

In der Schweiz zeichnete sich unterdessen einer der wärmsten Jahreswechsel seit Messbeginn Mitte des 19. Jahrhunderts ab. Bereits in der Nacht auf den Silvestertag sind neue Temperatur-Höchstwerte registriert worden, so etwa in Basel, wo das Thermometer um 1.00 Uhr 16,7 Grad anzeigte - ein Rekord.

Föhnunterstützung

Für die hohen nächtlichen Temperaturen waren zwei Faktoren verantwortlich: Einerseits erreichte aus Südwesten extrem warme Luft die Schweiz. Anderseits mischte der Wind die warme Luft in der Höhe konstant unter kühlere Luft in der Bodenschicht. Mit nachlassendem Wind sank denn auch die Temperatur und erreichte um 9.00 Uhr in Basel "nur" noch 11,1 Grad.

In Deutschland sollten zu Silvester Temperaturrekorde "pulverisiert" werden. Bis zu 20 Grad erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Schon Samstag früh zeigten manche Stationsthermometer entlang des Rheins 17 Grad. "Im Südwesten sowie mit Föhnunterstützung auch in Alpennähe sind bis zu 20 Grad, am Oberrhein sogar bis zu 22 Grad drin", sagte ein Meteorologe voraus. (apa)