Buenos Aires. In Argentiniens größtem Winterurlaubsort Bariloche sind die Hotelreservierungen wegen des Vulkanasche-Desasters um 80 Prozent zurückgegangen. Dort und im unweit gelegenen Villa La Angostura kämpfen die Menschen mit Besen, Schaufeln und Baggern gegen die Aschemassen. Allein diese beiden Städte im Südwesten Argentiniens befürchten kurz vor Beginn der Wintersaison auf der Südhalbkugel Einnahmeverluste in dreistelliger Millionenhöhe. Auch für die Schafbauern ist die Lage katastrophal. Die Regierung in Buenos Aires sagte Nothilfen zu.

Die meisten Fluglinien auf der Südhalbkugel meldeten zwar weitgehend die Rückkehr zum aschefreien Normalzustand. Im Süden Chiles kehrten aber die vor rund zwei Wochen aufgestiegenen Aschewolken nach einer "Ost-West-Weltumrundung" zurück ins Land.