Eisenstadt/Graz/St. Pölten. Unwetter im Burgenland, in der Steiermark und in Niederösterreich haben am Donnerstagabend beträchtliche Hagelschäden in der Landwirtschaft angerichtet. Betroffen waren vor allem Ackerkulturen, Gemüse, Obst, Wein und Grünland, berichtete die Hagelversicherung am Freitag. Im Burgenland wurden mit etwa 2,7 Millionen Euro die schwersten Schäden verzeichnet. In der Steiermark waren es 500.000, in Niederösterreich 300.000 Euro.

Eiswürfelgroße Hagelkörner - © FF PUSTERHOFER
Eiswürfelgroße Hagelkörner - © FF PUSTERHOFER

Im Burgenland waren 9000 Hektar landwirtschaftliche Flächen in den Bezirken Neusiedl am See und Oberpullendorf betroffen. In der Steiermark gingen Hagelunwetter über den Bezirken Bruck a. d. Mur, Leoben und Mürzzuschlag nieder. Auf 2300 Hektar waren - ebenso wie in Niederösterreich in den Bezirken Neunkirchen und Wiener Neustadt auf 1000 Hektar - Getreide, Mais und Grünland betroffen.

Im Burgenland gab es neben Pumparbeiten auch Lösch- und Bergeeinsätze: In Deutschkreuz im Mittelburgenland schlug der Blitz in ein Gebäude ein. In Jennersdorf krachte ein Pkw in einen umgestürzten Baum. Gegen 19.30 Uhr gingen die ersten Hilferufe ein, die überflutete Keller betrafen. In Girm, einem Ortsteil von Deutschkreutz (Bezirk Oberpullendorf), schlug ein Blitz in einen Dachstuhl ein. Die Wehren von Deutschkreutz und Girm konnten den Brand löschen, es gab keine Verletzten.

Inselfest nicht gefährdet

Die Bundeshauptstadt blieb von den Unwettern mehr oder weniger verschont. Nach den heftigen Regenfällen am Donnerstag mussten zwar am Festivalgelände auf der Donauinsel da und dort Hackschnitzel aufgebracht werden. An wenigen Stellen, wo das Wasser nicht abgeflossen war, kamen Pumpen zum Einsatz. Was das Wochenendwetter betrifft, sind die Veranstalter nach dem wechselhaften Freitag zwar positiv gestimmt: Heute, Samstag, gibt es schon wieder ein wenig Sonne - allerdings ist laut den Wetterexperten von der Hohe Warte weiterhin mit Niederschlag und dichter Bewölkung zu rechnen. Erst am Sonntag bleibt es trocken. Eine große Herausforderung wird der Wind: Bei Böen mit bis zu 45 Stundenkilometern sollte auf jeden Fall eine Weste im Rucksack sein.

Sicher ist sicher

Aus Sicherheitsgründen - und weil sie die Sicht der Zuschauer behindern - sind Regenschirme am Donauinselfest verboten. Neben den wärmenden Utensilien sollte also auch eine wasserdichte Jacke im Gepäck mit dabei sein.

Erstmals werden dieses Jahr alle Zu- und Abgänge zum Festivalgelände mit Videokameras überwacht, um die Besucherströme besser kontrollieren zu können - neben der Abschaffung der Ö3-Bühne eine weitere Konsequenz aus dem großen Andrang in diesem Bereich im vergangenen Jahr. Insgesamt strömten im Vorjahr rund drei Millionen Menschen auf das Partygelände zwischen Nord- und Reichsbrücke.

Außerdem sollen Sicherheitskräfte und eine starke Polizeipräsenz in Verbindung mit einer optimalen Ausleuchtung von dunken Bereichen die Sicherheit erhöhen. Laut Polizei ist es aber am Donauinselfest - gemessen an der großen Besucherzahl - immer sehr ruhig. Vorwiegend gibt es Probleme wegen Raufhandels unter Alkoholeinfluss und Taschendiebstähle. Zur Sicherheit sollten Besucher so wenig Bargeld wie möglich mitnehmen, Wertgegenstände nah am Körper tragen, Taschen und Rucksäcke nicht unbeaufsichtigt lassen und immer wieder Aufmerksamkeit signalisieren, um potenzielle Diebe abzuschrecken.

Rechtzeitig zum Konzert

Damit sich auch niemand verlaufen kann, sorgt ein Besucherleitsystem für Orientierung. In diesem Jahr ist das Festivalgelände in fünf Farbzonen unterteilt, farblich markierte Dreieckständer weisen den Weg. Elf LED-Wände am Festivalgelände, fünf Meeting-Points und Übersichts-Türme lassen schon von Weitem erkennen, wo man sich gerade befindet.

So kommt jeder rechtzeitig zu "seinen" Konzerten. Zu den musikalischen Höhepunkten zählt am Samstag der Auftritt von Peter Cornelius um 20.45 Uhr auf der großen Festbühne. Europe bilden dort um 22.30 Uhr den glanzvollen Abschluss des Abends. Auch der Sonntag ist starbesetzt: Nadine Beiler zeigt um 19.30 Uhr live ihr Können. Danach folgt um 20.40 Uhr Milow. Ich + Ich beenden mit ihrem Auftritt um 22 Uhr das Programm auf der Festbühne.