Fix-Starter beim 9. Großen Preis von Wien: Auto-Legende Mini Cooper. Foto: Ludwig Vysocan
Fix-Starter beim 9. Großen Preis von Wien: Auto-Legende Mini Cooper. Foto: Ludwig Vysocan

Mit Aspern hatte Wien zwar schon ab 1912 einen Flughafen internationalen Standards - nach dem Krieg verlagerten die Siegermächte das Fluggeschehen aber Richtung Schwechat. Und so wurde die Asperner Betonpiste ab 1957 zunehmend für Rennaktivitäten genutzt - bis man den Betrieb Ende März 1977 endgültig einstellte.

Alle heimischen Rennfahrer gaben bis dahin in Aspern ihre Debüts: Der spätere Formel 1-Weltmeister Jochen Rindt hielt (kostenlose!) Fahrerschulungen ab; Niki Lauda absolvierte einen denkwürdigen Formel-V-"Flug", Motorboot-Weltmeister Dieter Quester (1958) manifestierte hier seinen Umstieg vom Wasser- auf den Auto-Rennsport, dem er bis heute treu ist. Auch internationale Größen wie Stirling Moss, Jack Brabham, Joakim Bonnier oder Keke Rosberg traten in Aspern an den Start.

Auf einem Teil des Areals entstand 1980 das General Motors-Werk Wien, am Flugfeld selbst etablierte der Verkehrsklub Arbö einen Übungsplatz, wo seit der Jahrtausendwende auch wieder Rennen stattfinden - allerdings mit historischen Fahrzeugen und veranstaltet vom "Verein der Freunde des Automobils". Mit Ausnahme der Gäste-Wertung werden auch diesmal nur Autos starten, die vor Ende 1977 gebaut sind.

Von Kubrick bis Schicker

Mit dabei sind auch Raritäten wie Lancia Fulvia, Ford GT40-Replica mit V8-Mittelmotor, East African Safari-Gewinner Ford Escort RS 1600, Porsche 914/6 GT, Triumph 2000 Mk. I., Datsun 240Z, Cooper T43 (Formel 1-Bolide aus 1958), der Centaur Mk. I. aus dem Stanley Kubrick-Film "Clockwork Orange" und natürlich Veteranen wie ein Alvis Speed 25 aus 1937. Brandneue Renner wie der Porsche Carrera GT3 RS werden ebenso vertreten sein - und natürlich zahlreiche Minis aller Bauarten.

Gestartet wird in sechs Kategorien, den Siegern winkt jeweils eine wertvolle Uhr. Unter den Piloten: Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker und Tanzlehrer Thomas Schäfer-Elmayr. Erwartet werden rund 4000 Gäste. Samstag läuft der Renn-Reigen von 13 bis 17.30, Sonntag ab 9 Uhr. Da an den Zufahrten über die Südost-Tangente massive Staus erwartet werden, empfiehlt Mitveranstalter Arbö die Anreise per Bus (23A, 97A) oder Schnellbahn S80 (Station Hausfeldstraße).

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