Sirhan Bishara Sirhan ist seit 1968 in Haft. Foto: ap
Sirhan Bishara Sirhan ist seit 1968 in Haft. Foto: ap

Vor der Kommission erschien nach Angaben des TV-Nachrichtensenders CNN auch eines der Opfer des Anschlags vom 5. Juni 1968, der pensionierte Fernsehjournalist William Weisel, der seinerzeit durch einen Bauchschuss verletzt worden war. Er sagte, er würde sich nicht gegen eine von der Kommission beschlossene Haftentlassung Sirhans stellen.

Sirhan, 1944 in Jerusalem geborener Sohn einer christlichen palästinensischen Familie, hatte nach einer Wahlkampfveranstaltung im Ambassador-Hotel in Los Angeles nach dem Vorwahlsieg Robert F. Kennedys auf diesen und seine Begleitung Schüsse aus einer Pistole abgegeben. Kennedy erlag den Verletzungen einen Tag später. Fünf weitere Personen erlitten Verletzungen.

Sirhan war für die Tat am 23. April 1969 zum Tod in der Gaskammer verurteilt worden, der Oberste Gerichtshof Kaliforniens wandelte das Urteil in eine lebenslange Freiheitsstrafe um.

Bis heute gibt es mehrere Verschwörungstheorien um das Attentat. So wies Kennedy laut Leichenbeschauer nur auf der Rückseite seines Körpers Schusswunden auf, obwohl alle Zeugen sagten, dass Sirhan vor dem Ermordeten stand. Das ließ Vermutungen, es habe noch einen zweiten Schützen gegeben, nie verstummen.

Sirhan droht nach der Freilassung die Ausweisung aus den USA, da er jordanischer Staatsbürger ist und damit als illegaler Immigrant gilt.