Korneuburg/Hollabrunn. Der Kriminalfall Julia Kührer hat auch am Mittwoch weiter die Behörden beschäftigt. Die Enthaftung des 50-jährigen Wieners Michael K. - der Haftrichter sah keinen so dringenden Tatverdacht, dass eine U-Haft gerechtfertigt wäre - will man so nicht hinnehmen: "Wir werden eine Beschwerde einbringen", kündigte Karl Schober, Leiter der Korneuburger Staatsanwaltschaft, an.

Am Fundort war die Spurensicherung am Mittwoch weiterhin im Gang. Es gebe zwar laufend zusätzliche Erkenntnisse, neue und wichtige Funde könne man bisher aber nicht vermelden. Erste gerichtsmedizinische Untersuchungen zur DNA des gefundenen Skeletts werden nach wie vor am Freitag erwartet. Die Untersuchungen bezüglich der Todesursache dürften noch länger andauern.

Einen neuen Verdächtigen oder gar eine Festnahme gebe es bisher nicht. Unklar ist - entgegen anderen Medienberichten -, wie lange die Leiche des vermissten Mädchens tatsächlich in dem Erdkeller lag, betonte Schober.