Von der 750 Kilo schweren Betonbombe getroffen stürzte eine der Gondeln ab - drei ihrer fünf Insassen waren sofort tot. Aus einer weiteren Gondel wurden acht Fahrgäste ins Freie geschleudert, sechs von ihnen stürzten zu Tode. AP
Von der 750 Kilo schweren Betonbombe getroffen stürzte eine der Gondeln ab - drei ihrer fünf Insassen waren sofort tot. Aus einer weiteren Gondel wurden acht Fahrgäste ins Freie geschleudert, sechs von ihnen stürzten zu Tode. AP

Der Betonkübel prallte laut Liftgeschäftsführer Jakob Falkner direkt auf die zwischen dritter und vierter Stütze der Schwarzen Schneidbahn fahrende Kabine, die aus der Verankerung gerissen wurde. Darin befanden sich fünf Personen, drei starben. Zwei weitere Kabinen gerieten durch Schwingungen außer Kontrolle. In der oberhalb fahrenden Gondel waren acht Personen, sechs starben. Sie wurden mit den Fenstern ins Freie geschleudert. In der Kabine unterhalb waren drei Personen, eine davon wurde verletzt.

Alle Opfer stammen aus dem Schwarzwald - ihr Skiklub war zum Sommertraining auf dem Gletscher.

Der Beton sollte bei der Bergstation zur Errichtung von Fundamenten verwendet werden. Der Chef der Salzburger Hubschrauberfirma erklärte, dass sein Pilot "unter Schock" stehe. Er habe "keine Erklärung", wie es zu dem Unglück gekommen sei.

Die erst 2002 eröffnete Seilbahn auf die 3.309 Meter hohe Schwarze Schneid am Tiefenbachferner in den Ötztaler Alpen war 2004 bereits einmal Schauplatz eines spektakulären Unfalles: Nachdem das Steuerseil sich mit einer talwärts fahrenden Gondel verhängt hatte, mussten 113 Fahrgäste aus den Gondeln einzeln aus bis zu 50 Metern Höhe abgeseilt werden.