Die Leidenschaft Kubelkas für Pflanzen geht bis in seine frühe Jugend zurück. Schon im zarten Vorschulalter soll er mit Hingabe Maiglöckchen gezeichnet haben. Nach Absolvierung des Piaristengymnasiums in Wien begann er 1953 mit dem Pharmazie-Studium an der Wiener Universität, das er 1965 mit dem Doktor beendete. Noch vor den ersten akademischen Ehren kam er zu einer Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft, 1963 wurde er Universitätsassistent.

Mit seiner Dissertation und seiner Habilitationsschrift zeigte Kubelka die heilende Wirkung des Maiglöckchens auf. Richtig dosiert ist die an sich giftige Frühlingspflanze, die von Sammlern allzu oft mit Bärlauch verwechselt wird, nämlich gut fürs Herz.

Von 1987 bis 1991 war der pharmazeutische Biologe (der Begriff Pharmakognostiker ist auch in einschlägigen Wörterbüchern nicht vorgesehen) auch Dekan der Formal- und Naturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Wien. Seit 2003 ist Kubelka, der sich auch abseits der Maiglöckchen-Forschung mit pflanzlichen Arzneiwirkstoffen befasst, als Professor emeritiert, aber weiter wissenschaftlich tätig.