Wien. Viele Menschen leiden unter der starken Hitze im Sommer. Gerade im urbanen Bereich kommt es zum "Wärmeinseleffekt" - die Stadt heizt sich durch Bebauung, Verkehr und Umwelteinflüsse extrem auf. Hohe Temperaturen können die Gesundheit besonders von betagten, pflegebedürftigen und chronisch kranken Menschen sowie von Kleinkindern belasten.

Unangenehme Folgen einer Überhitzung lassen sich aber durch rechtzeitige Vorsorge und richtiges Verhalten verhindern. Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien hat Tipps zusammengestellt:

- Die Hitze meiden

Wenn möglich meiden Sie die heiße Mittagssonne. Bleiben Sie im Schatten oder in kühlen Räumen. Verlegen Sie anstrengende Tätigkeiten in die kühleren Tageszeiten.

- Helle, weite Bekleidung

Tragen Sie helle, luftig-weit geschnittene Kleidung aus Naturstoffen (zum Beispiel Baumwolle). Eine gute Sonnenbrille soll immer dabei sein.

- Kopf kühl halten

Schützen Sie Kopf -und Nackenbereich mit einer Kopfbedeckung vor direkter Sonneneinstrahlung (Kappe, breitkrempiger Sonnenhut, Schirm, usw.).

- Schwitzen

Schwitzen ist prinzipiell gesund, es ist das "Kühlungssystem" des Menschen. Durch Verdunsten des Schweißes auf der Haut wird die Körpertemperatur konstant gehalten. Durch das Schwitzen verliert der Körper aber Flüssigkeit und Mineralstoffe. Diese müssen durch richtiges Trinken und eine geeignete Kost ersetzt werden.

- Trinken Sie regelmäßig

Trinken Sie mindestens 2 bis 3 Liter täglich, bei körperlicher Anstrengung auch mehr, um den Wasser- und Mineralstoffverlust durch Schwitzen auszugleichen. Trinken Sie regelmäßig, auch wenn Sie keinen Durst haben. Als Durstlöscher sind idealerweise stilles oder kohlensäurearmes Mineralwasser, aber auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Frucht-und Gemüsesäfte gut geeignet. Trinken Sie nichts Eiskaltes und meiden Sie stark gezuckerte Getränke, Alkohol und koffeinhaltige Getränke, weil sie dem Körper Wasser entziehen.

- Leichte Kost

Verzichten Sie bei Hitze auf fette oder süße Speisen. Leichte Kost mit möglichst hohem Wassergehalt in mehreren kleineren Portionen belastet den Kreislauf weniger: Obst, Gemüse, Salate, Milchprodukte, Fisch, mageres Fleisch.

- Kühlendes Wasser

Kühlen Sie sich durch kalte Wickel, eine kühle Dusche, Eintauchen der Unterarme in kaltes Wasser oder ein Fußbad ab.

- Auto
Parken Sie das Auto möglichst im Schatten. Verwenden Sie Sonnenrollos oder Sonnenschutzblenden. Der Aufenthalt in einem parkenden Auto bei Hitze muss unbedingt unterbleiben. Das Auto wird bei verschlossenen Fenstern und Türen binnen weniger Minuten zum gefährlichen Backofen. Dies ist besonders bei Säuglingen und Kleinkindern absolut zu beachten, aber auch Tiere sind bei extremer Hitze nicht in einem geschlossenen Auto zurückzulassen. Stellen Sie beim Fahren das Gebläse auf Durchlüftung oder verwenden Sie die Klima-Anlage. Kühlen Sie aber nicht zu stark herab, denn sonst wird beim Aussteigen der Kreislauf belastet. Legen Sie bei längeren Autofahrten mehr Pausen ein und trinken Sie ausreichend.

- Lüften

Lüften Sie die Wohnräume bevorzugt zu den kühleren Tageszeiten (Nacht, frühe Morgenstunden), schließen Sie danach die Fenster und verdunkeln Sie den Raum mit einem Sonnenschutz (z.B. Vorhang, Rollo usw.). So bleiben die Räume eine Weile angenehm kühl. Wenn keine Klimaanlage vorhanden ist, verrichtet auch ein Ventilator gute Dienste.

- Räume mit Gaskombithermen oder Gasdurchlauferhitzer

Diese Räume müssen ständig großzügig belüftet werden (z.B. durch offene Fenster), weil es bei hohen Außentemperaturen zu Abzugsstörungen der Abgase kommen kann. Der damit verbundene Austritt des farb- und geruchlosen Gases Kohlenmonoxid kann zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Sorgen Sie während des Betriebs für eine ständige ausreichende Belüftung. Lassen Sie die Geräte regelmäßig durch Fachkräfte warten.