Auslöser für die Klage der IKG gegen ihn war nun ein Zeitungsinserat, in dem er die Aussagen des freiheitlichen Volksanwaltes Ewald Stadler verteidigte, Österreich sei 1945 "angeblich" befreit worden.

IKG-Anwalt Gabriel Lansky hatte in der Klage argumentiert, die IKG sei durch das Auftreten Friedmans als "Oberrabbiner" und seine Aussagen in ihrem wirtschaftlichen Ruf gefährdet. Außerdem seien Friedmans Behauptungen irreführend im Sinne des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Denn ein flüchtiger Leser könne Friedmanns "orthodoxe jüdische Gemeinde Wien Österreich" nicht von der IKG unterscheiden.

Richter Rainer Geißler vom Handelsgericht Wien schließt sich dieser Argumentation in seinem Beschluss vom 8. August nicht an. Es sei nicht ersichtlich, warum Friedman durch die Behauptung, er sei Oberrabbiner, den wirtschaftlichen Ruf der IKG, die in dem Inserat weder ausdrücklich noch indirekt genannt werde, schädige.