Bei der Kollision wurden weiters etwa 15 Menschen verletzt, davon einige schwer. Fünf Opfer wurden mit Hubschraubern transportiert. Die Betroffenen sind zum größten Teil ungarische Staatsbürger.

Der Unfallort lag etwa 400 Meter außerhalb des Bahnhofes auf freiem Feld. Ein Lokführer blieb unverletzt, der andere wurde ins Krankenhaus gebracht. Nur zwei Lkw-Chauffeure, die in einem Waggon mit der "rollenden Landstraße" unterwegs waren, blieben unverletzt. Der Waggon wurde durch den Zusammenstoß zusammen gequetscht.

ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde zeigte sich an der Unglücksstelle "tief betroffen". Die Ursache für den Unfall war seiner Auskunft zufolge vorerst noch unbekannt. Ein Expertenteam wird die Fahrtenschreiber auswerten.

"Wenn es kein menschliches Versagen war, dann ist die Frage der Zugsicherungssysteme - im europäischen Kontext - sicher zu diskutierten", das stellte der neue, für die Bahn zuständige Infrastrukturminister Mathias Reichhold (F) fest. Aus zunächst ungeklärter Ursache hatte der Güterzug an einer Ausweichstelle vor Wampersdorf nicht gewartet.