Das zähe Ringen um den Fortbestand des Schönbrunner (Bundes-)Bades in Wien-Hietzing geht weiter: "Wir haben bereits knapp 4.000 Unterschriften gesammelt. Wir können nicht verstehen, dass man das Bad einfach geschlossen hat", erklärte Günter Kasal, Sprecher der Bürgerinitiative "Rettet das Schönbrunnerbad" nun auf Anfrage. Auf Grund der ihm vorliegenden Studien seien für eine Wiedereröffnung des Bades nicht 20 bis 25 Mill. S notwendig, wie von der Schönbrunn-Betriebsgesellschaft angegeben, sondern nur zehn Millionen.

"Wir würden die Investitionen sogar zur Gänze übernehmen, aber wir erwarten ein Entgegenkommen der Stadt Wien", betont Alexander Keil, Finanzchef der Schönbrunn Betriebsgesellschaft.. Derzeit müssten vom jeweiligen Pächter pro Jahr rund 900.000 Schilling an diversen Kosten - Wasser, Energie, etc. - an die Stadt Wien gezahlt werden. "Da wir ergebnisabhängige Pachten vergeben, bleibt da meist nicht mehr als die Mindestpacht von 90.000 S im Jahr.

Und Keil weiter: "Es gibt den Vorschlag von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, dass der Bund das Bad um einen Schilling für 99 Jahre an die Stadt verpachtet. Wir warten noch auf eine Antwort der Stadt." Wiens Bäder-Stadtrat Fritz Svihalek prüft jetzt alles.