Wien. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) fordert von den Bundesländern weniger Ferien für die Kindergärten und mehr Zusammenlegungen von Gruppen während der Sommermonate. Die Länder zeigen sich wenig begeistert über diese Wünsche der Ministerin, wie Ö1 berichtete.

Schon
jetzt gebe es im Frühjahr umfangreiche Bedarfserhebungen für die Sommermonate,
sagt ÖVP-Bildungslandesrätin Beate Palfrader. Auch Burgenlands Landeshauptmann
Hans Nissl (SPÖ) zeigt sich mit dem derzeitigen Angebot zufrieden: "Wir
haben Einrichtungen, die haben im Sommer überhaupt nicht geschlossen. Es gibt
Einrichtungen, die haben vierzehn Tage geschlossen und solche, die vier Wochen
geschlossen haben. Das muss der Bürgermeister bzw. die Leiterin des
Kindergartens mit den Eltern entsprechend gestalten, und wir richten uns nach
den Bedürfnissen der Eltern."

Auch
Kinder sollten in den Ferien Ferien haben meint der Kärntens Landeshauptmann
Gerhard Dörfler (FPK), und fügt hinzu, dass es in den größeren Kärntner Städten
im Sommer Kinderbetreuung gebe, wenn das von den Eltern gewünscht wird. Oberösterreichs
Landesrätin Doris Hummer von der ÖVP sieht keine Notwendigkeit für weniger
Schließtage. Schon jetzt würden nur zehn Prozent der Oberösterreichischen
Gemeinden einen durchgängigen Sommerkindergarten benötigen.

Für die Bundesländer
steht fest: Der Vergleich mit Wien - hier gibt es die wenigsten Schließtage -
ist für sie nicht haltbar. Denn im Ballungsraum gebe es naturgemäß mehr Bedarf
als am Land.