Ein schuldloses Ehepaar mußte sterben, weil sich ein amtsbekannter Gewalttäter an einem Bekannten rächen wollte. Der 35jährige Gernot Einsiedl aus Linz drang Samstag früh in das

Mehrparteienhaus in Aschach an der Donau in Oberösterreich ein und legte Feuer. Es kam zu einer ohrenbetäubenden Explosion. Ein Teil des Hauses stürzte ein und begrub die Hausbesitzer unter den

Trümmern. Auch der Täter wurde von herabfallenden Mauerteilen erschlagen.

Ziel des Anschlages war ein 36jähriger Handelsreisender, der Einsiedl, einen alten Bekannten immer wieder mit Geld versorgt hatte, aber die Zahlungen vor zwei Wochen eingestellt hatte. Er hatte sich

mit seiner Familie erst vor wenigen Monaten in dem Haus eingemietet. Als der auf Rache sinnende Einsiedl erfuhr, daß sein Ex-Bekannter auf Urlaub war, brach er ein, suchte Geld und wollte, als er

keines fand, Feuer legen. Durch die Dämpfe kam es zu einer explosionsartigen Verpuffung. Einsiedl wurde dabei samt einer Außenmauer auf den Gehsteig geschleudert und von den Trümmern erschlagen.

Einsiedl war mehrfach wegen Nötigung, Raub und Drogendelikten vorbestraft und hatte mit Dietmar Em, der im November 1989 in Bayern vier Personen erschossen hatte, mehrere Einbrüche begangen.