Washington.

SpaceXspotters in Florida, 2010. - © APAweb / EPA / Dernier
SpaceXspotters in Florida, 2010. - © APAweb / EPA / Dernier
(rs) So richtig für Aufmerksamkeit sorgte SpaceX erstmals im Dezember 2010. In die Unsicherheit, in die die amerikanische Raumfahrt nach der Streichung des Mondlandungsprogramms durch Präsident Barack Obama gestürzt war, schoss das kalifornische Unternehmen damals einfach ein privates Raumschiff hinein, das ohne Probleme zwei Mal die Erde umkreiste und anschließend sicher im pazifischen Ozean landete. Bis heute ist keinem der privaten Weltraumunternehmen, die angetreten sind, um die Lücke nach der Ausmusterung der Space Shuttles zu schließen, etwas Ähnliches gelungen.

Knapp ein Jahr nach dem erstmaligen Erreichen des Orbits dürfte SpaceX die Latte für die Raumfahrtunternehmen allerdings noch einmal höher legen. Am 30. November soll eine "Dragon"-Kapsel an der Spitze einer ebenfalls selbst entwickelten Rakete in Richtung der Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Neun Tage nach dem Start soll der unbemannte Transporter, der auch bereits Proviant an Bord haben wird, schließlich an der Station andocken.

Der Testflug sei ein "riesiger Meilenstein" für die US-Raumfahrt, erklärte ein Sprecher von SpaceX. Tatsächlich dürfte man auch bei der staatlichen Raumfahrtbehörde Nasa ein wenig aufatmen. Denn diese verfügt nach dem Ende der Space Shuttles über keine eigenen Vehikel mehr, um Mensch und Material ins Weltall zu befördern und ist folglich für unbestimmte Zeit auf teure Mitfluggelegenheiten in den russischen "Sojus"-Kapseln angewiesen.