Wien. (rös) Vor einer Woche hat ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer auf Problembereiche im Stadtverkehr hingewiesen: Bei der Christinengasse am Schubertring enden etwa Geh- und Radweg, weil man der einbiegenden Straßenbahn den Vorrang nicht nehmen wollte. Den Radfahrern sei aber ihr Nachrang nicht bewusst, kritisierte Hoffer. Passiert ist dort nichts - aber dafür eine Gasse weiter: „Vor ein paar Tagen wurde dort ein Radfahrerübergang plus Signalanlage installiert - das macht die Sache noch skurriler”, sagte Hoffer am Freitag. Denn die Signalanlage mache den Übergang überflüssig - selbst wenn die Anlage ausfiele, würde der Übergang nichts nützen, weil dann die Straßenbahn wieder Vorrang hätte.

Warten seit 6 Monaten


Die Information der MA 46 (Verkehr), dass sie bei der Zedlitzgasse die Positionierung des in vier Metern Höhe montierten Vorranggeben-Zeichen für Radfahrer überprüft, ist für Hoffer auch zu wenig - zumal er bereits seit einem halben Jahr auf ein Ergebnis warte.

Und dass die Konflikte zwischen Radlern und Passanten am Ring bei der der Bellariastraße verschwinden, nur weil laut MA 46 ein Radweg an der Außenseite des Ringes geplant sei, bezweifelt der Jurist ebenfalls: „Nur weil es einen neuen Radweg gibt, werden dort nicht alle fahren”, so Hoffer. „Außerdem behauptet doch die Radlobby immer, dass es dort am sichersten ist, wo die meisten Radler unterwegs sind.”