Wien.

Gerlinde Kaltenbrunner hat den Abstieg vom K2-Gipfel begonnen. - © APAweb / V.Pivtsov / National Geographic
Gerlinde Kaltenbrunner hat den Abstieg vom K2-Gipfel begonnen. - © APAweb / V.Pivtsov / National Geographic
Der Abstieg von Gerlinde Kaltenbrunner und ihren Begleitern vom K2 ist weiter vorangeschritten. Laut einer Aussendung der Betreuer befand sich das Team zwischen dem Lager II und dem Lager I bei der Felsschulter. "Damit liegen die größeren Schwierigkeiten hinter ihnen", hieß es.

"Die Vier werden heute voraussichtlich bis Lager I auf 5.300 Meter absteigen, dort eine letzte Nacht am Fuße des Nordpfeilers verbringen und Donnerstag früh über den inzwischen extrem spaltigen Gletscher zu unserem Depot absteigen. Wo ich sie hoffentlich gesund und munter in Empfang nehmen kann", so Ralf Dujmovits, der Mann von Gerlinde Kaltenbrunner.

Von dort seien es mit dem vielen Gepäck dann nochmals etwa drei Stunden über den aperen K2 Gletscher bis in das Basislager. Dies wurde mittlerweile fast komplett abgebaut und die Ausrüstung gereinigt. Am Donnerstagnachmittag soll es dann noch weitere drei Stunden ins "Chinese Basislager" gehen, wo die Alpinisten laut Dujmovits bereits von Kameltreibern erwartet werden.

Soweit die Pläne - zunächst müssten aber alle Vier den Abstieg gut schaffen. "Hierzu wünschen wir Ihnen die notwendige Kraft und Konzentration, die über 2.500 m Höhenmeter gut hinter sich zu bringen", betonte Kaltenbrunners Mann.

Der 8.611 Meter hohe K2 war der 14. und damit letzte Achttausender, dessen Gipfel die in Deutschland lebende Kaltenbrunner noch nicht erreicht hatte. Sie ist nun die erste Frau, die alle 14 Achttausender ohne zusätzlichen Sauerstoff erklommen hätte. Vor ihr standen die Südkoreanerin Oh Eun-Sun und die Spanierin Edurne Pasaban bereits auf allen Achttausendern, sie haben aber teilweise künstlichen Sauerstoff verwendet.