Wien. Nach mehreren Krebsfällen, die mit defekten Silikonkissen zusammenhängen könnten, stehen in Frankreich 30.000 Frauen vor der Entscheidung, ihre Brustimplantate entfernen zu lassen.

Nach Informationen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) tragen in Österreich vermutlich sechs Frauen Implantate der südfranzösischen Firma im Körper, bei drei weiteren wurden sie bereits entfernt.

Ob eine Entfernung der Brustimplantate nötig ist, "muss man an jeder konkreten Patientin konkret beurteilen", so Gesundheitsminister Alois Stöger dies. Es sollen sich fünf heimische Ärzte auf der Kundenliste für die defekten Silikonkissen befinden. Vier davon sollen die Implantate nie verwendet haben, einzig eine Medizinerin aus der Steiermark: Sie habe diese Implantate acht Frauen eingesetzt. Die betroffenen Ärzte hätten zugesagt, den Zustand ihrer Patientinnen zu überprüfen.

Bei drei Patientinnen wurden die Eingriffe bereits rückgängig gemacht, vermutlich aufgrund eines Ages-Warnschreibens im Herbst.