In weiten Teilen Tirols besteht am Samstag hohe Lawinengefahr der Stufe 4 uaf der fünfteiligen Skala. Besonders in den Regionen Silvretta-Samnaun, Arlberg-Außerfern sowie den westlichen Nordalpen sei die Situation kritisch. Groß wird die Gefahr zudem in den regenbeeinflussten Gebieten in Nordtirol unterhalb von rund 1.500 Metern sein, erklärten die Experten des Lawinenwarndienstes. Für Tourengeher und Variantenfahrer herrschten "ungünstige" Verhältnisse.

In den regenbeeinflussten Gebieten sei mit "vermehrtem Abgang von Nassschneelawinen, insbesondere auf steilen Wiesenhängen" zu rechnen, hieß es. In hohen und hochalpinen Lagen können sich vereinzelt Schneebrettlawinen spontan lösen. Vorsicht sei im kammnahen, sehr steilen Gelände geboten.

Die schlechte Sicht würde zudem die Gefahrenbeurteilung für Wintersportler erschweren. Die Hauptgefahr gehe einerseits von der zunehmenden Durchnässung der Schneedecke in tieferen Lagen, andererseits von frisch gebildeten Triebschneepaketen aus, deren Störanfälligkeit mit zunehmender Seehöhe zunehme. Prägend für die Schneedecke war der neuerliche Schneefall sowie der starke bis stürmische Wind während der vergangenen 24 Stunden. Im Westen sowie Nordwesten fielen neuerlich zwischen 30 und 60 Zentimeter, im übrigen Tirol meist zwischen 20 und 30 Zentimeter Schnee.

Vorarlberg: Arlbergpass wegen Lawinengefahr gesperrt

Wegen anhaltender Schneefälle ist am Samstag laut ÖAMTC der Arlbergpass im Zuge der Arlberg Straße (B197) wegen Lawinengefahr gesperrt worden. Die Maßnahme wurde zwischen Alpe Rauz und St.Christophen verhängt. Auch die Zufahrt nach Lech über Alpe Rauz und Zürs auf der Lechtal Straße (B198) war gefährdet. Sollten die Schneefälle andauern, wird die Verbindung nach Auskünften der Polizei ab 20.00 Uhr zumindest über Nacht gesperrt.