Innsbruck/ Bregenz.

In den Vorarlberger Bergen besteht Lawinenwarnstufe vier - auf einer fünfteiligen Skala. - © APAweb / Barbara Gindl
In den Vorarlberger Bergen besteht Lawinenwarnstufe vier - auf einer fünfteiligen Skala. - © APAweb / Barbara Gindl
Nach einem Lawinenabgang auf der Innsbrucker Nordkette im Bereich der Seegrube am Samstag ist eine Suchaktion nach etwaigen Verschütteten am Neujahrstag wegen der akuten Lawinengefahr nicht möglich gewesen. Laut Angaben der Innsbrucker Berufsfeuerwehr lagen keine Meldungen über Vermisste vor. Die Lawinenkommission hatte entschieden, dass ein Einsatz zu gefährlich sei. Das gesamte Skigebiet blieb am Neujahrstag gesperrt.

Unfall auf der glatten Arlberg-Schnellstraße
Warnstufe 4, also "große Lawinengefahr" oberhalb von 1600 Metern, hat die Vorarlberger Lawinenwarnzentrale am Neujahrsmorgen vermeldet. Die Arlbergpass-Straße und die Straße über den Flexenpass waren seit dem Silvesterabend gesperrt, die Wintersportorte Stuben, Zürs und Lech am Neujahrsmorgen nicht erreichbar - erst um 11 Uhr wurden die Straßen L197 und L198 wieder für den Verkehr freigegeben.

Auf der glatten Arlberg-Schnellstraße (S16) kam es gegen 9 Uhr zu einem Unfall, bei dem eine Person leicht verletzt wurde. Die Straße musste in Fahrtrichtung Deutschland für mehr als zwei Stunden gesperrt werden. Der Verkehr wurde durch die Ortsdurchfahrten im Klostertal umgeleitet.

Von Freitag früh bis zum Neujahrstag gab es in höheren Lagen 70 bis 80 Zentimeter Neuschneezuwachs. Besondere Gefahrenstellen für Lawinenabgänge lagen laut Bericht der Warnzentrale an Steilhängen aller Expositionen sowie in Rinnen und Mulden mit frisch eingewehtem Triebschnee. Dort haben sich mächtige Einwehungen gebildet, wodurch sich die Gefahr von Selbstentladungen von mittleren und großen Lawinen verstärkt habe. "Exponierte Verkehrswege und Wanderwege sind dadurch gefährdet, die Tourenmöglichkeiten stark eingeschränkt," hieß es im Bericht.