Bregenz. Stundenlang war Vorarlberg nach einer weiteren Nacht mit heftigen Schneefällen am Montag vom Rest Österreichs abgeschnitten. Alle Straßen- und Bahnverbindungen waren nicht zugänglich. Kurz vor Mittag konnte die Arlberg-Schnellstraße (S16) wieder für den Verkehr freigegeben werden. Damit war auch die Zufahrt zum Arlbergtunnel gewährleistet. Ebenfalls wieder befahrbar war die Straße ins Hochmontafon. Mehrere Vorarlberge Orte sind aber nach wie vor eingeschneit. Massive Verkehrsbehinderungen gibt es auch in Tirol und in Salzburg.

Die S16 musste von umgestürzten Bäumen befreit werden. Die Autobahnpolizei befürchtete bei der Öffnung der Straßenverbindung allerdings ein Verkehrschaos. Zwar sei die Fahrbahn schneefrei, angesichts der zahlreichen Lkw auf den Rastplätzen werde man aber mit großen Verzögerungen rechnen müssen. Die Arlbergbahnstrecke blieb am Montag jedenfalls gesperrt, durch die Freigabe der S16 konnte allerdings wieder ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden.

Eine erste Entwarnung gab es auch im Montafon. Nach der Absprengung von Lawinen war die Silvrettastraße (L188) nach 11.00 Uhr wieder befahrbar, erklärte der Bürgermeister von Schruns, Karl Hueber, gegenüber der APA. Damit war das Hochmontafon - die Ortschaften St. Gallenkirch, Gaschurn und Partenen - wieder zugänglich.

In Vorarlberg waren damit am frühen Montagnachmittag nur noch die Arlberg-Orte Lech, Zürs und Klösterle sowie Gargellen (Montafon) von der Umwelt abgeschnitten. Laut Information des ÖAMTC wurde die abschnittweise Sperre der Bregenzerwaldstraße (L200) aufgehoben, damit waren Schröcken und Warth wieder erreichbar. Ob auch die Verkehrswege nach Lech und Zürs am Montag noch befahrbar sein würden, war zu Mittag zumindest fraglich.

Lech, Zürs und Klösterle waren durch die Sperren der Arlbergstraße (L197) sowie der Lechtalstraße (L198) weiter nicht zugänglich. Nach Angaben von Sicherheits-Landesrat Erich Schwärzler dürften zumindest Lech und Zürs bis Dienstag unerreichbar bleiben. Optimistischer zeigte sich Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel auf APA-Anfrage: "Ich bin nach wie vor guter Hoffnung, dass die Straße am Nachmittag noch aufgeht", sagte der Ortschef.

Behinderungen in Tirol
Auch in Tirol hieß es am Montag vielerorts: Nichts geht mehr. Neben zahlreichen Straßensperren waren auch etliche Bahnverbindungen unterbrochen. Neben der Arlbergbahn waren laut ÖBB auch die Brixentalbahn zwischen Wörgl und Saalfelden, die Karwendelbahn zwischen Innsbruck und Scharnitz und die Außerfernbahn zwischen Reutte und Garmisch unterbrochen. Wegen Lawinengefahr und umgestürzter Bäume gesperrt waren unter anderem die Seefelder Straße (B177) zwischen Zirl und Scharnitz, die Loferer Straße (B178) zwischen Steinpass und Wörgl, und die Tannheimer Straße (B199) zwischen Weißenbach am Lech und Oberjoch. Nach wie vor waren unter anderem das Hintere Paznauntal ab Kappl oder Seitentäler des Lechtales nicht erreichbar.