Wiener Neustadt.

An die 70 Feuerwehrmänner bei einem Löscheinsatz bei einem Brand im Wiener Neustädter Dom am Dienstag, - © APAweb
An die 70 Feuerwehrmänner bei einem Löscheinsatz bei einem Brand im Wiener Neustädter Dom am Dienstag, - © APAweb
Nach dem Brand im Wiener Neustädter Dom ist am Mittwoch die Ursachenermittlung angelaufen. Etwa 100 Mann mehrerer Feuerwehren waren am Dienstagabend vier Stunden lang mit den Löscharbeiten beschäftigt. Der entstandene Schaden dürfte enorm sein, hieß es seitens des Bezirkskommandos. Die Polizei sprach von vermutlich mehreren 10.000 Euro.

Die Ermittlungen zur Ursache des Brandes wurden von Beamten des Landeskriminalamtes und des Bundeskriminalamtes aufgenommen. Mit Ergebnissen sei nicht vor den späten Nachmittagsstunden zu rechnen, hieß es Mittwoch früh.

Mehrere Feuerwehren im Einsatz

Der Brand war am Dienstag kurz nach 18.00 Uhr an der nordwestlichen Seite des Domes in einer Seitenkapelle, der ehemaligen Taufkapelle, ausgebrochen. Bei der Feuerwehr gingen in der Folge mehrere Notrufe ein. Neben der FF Wiener Neustadt rückten auch Kräfte aus Felixdorf, Neunkirchen, Weikersdorf, Katzelsdorf und Markt Piesting u.a. mit Hubrettungsgeräten und Atemschutztrupps aus.

"Wir konnten den Brand anfänglich kaum lokalisieren", berichtete ein Helfer laut Bezirkskommando. Der Rauch sei so dicht gewesen, dass bei der Anfahrt zur Einsatzstelle vorerst nicht klar gewesen sei, was nun genau brenne. Die Löscharbeiten hätten sich schwierig gestaltet, "weil die engen Stiegenaufgänge des romanischen Bauwerks das Zurechtfinden und Hantieren mit schwerem Gerät erschwerten". Die Einsatzkräfte hätten nicht nur die Flammen bekämpft, sondern auch unschätzbare Kunstobjekte aus dem Gefahrenbereich geborgen.

Hauptteil des Doms unbeschädigt

Ersten Erhebungen der Polizei zufolge dürfte der Brand an der nördlichen Mauer der Sakristei ausgebrochen sein. Abplatzungen des Verputzes, beginnend in einer Höhe von etwa einem Meter bis unter die Decke, seien wahrnehmbar. Der Brand brach dann durch die Holzdecke in den Dachstuhl durch, nicht jedoch durch das Dach selbst, wie es am Dienstagabend seitens der Feuerwehr hieß.

Die Löschtrupps verhinderten mit ihrem raschen Einsatz vor allem ein Übergreifen der Flammen auf den Hauptteil des Doms, so das Bezirkskommando weiter. Mittels mehrerer Hochdrucklüfter sei es gelungen, die Kirche "relativ rauchfrei zu bekommen", was die Arbeit erheblich erleichtert habe.

Der Brand sei letztlich "relativ rasch unter Kontrolle gebracht" worden, so die Feuerwehr. Um die Flammen gänzlich zu löschen und alle Glutnester ausfindig zu machen, mussten auch Teile des Daches des Doms entfernt werden.

Was den Schaden angeht, besteht laut Polizei ein Versicherungsschutz. Verletzt wurde niemand.