Wien. Die Exekutive sucht zwei Banden von Juwelierräubern, auf deren Konto insgesamt sechs Überfälle in Österreich gehen sollen. Wie die Polizei am Mittwoch bekanntgab, dürften Coups in der Bundeshauptstadt und in Salzburg geklärt sein, darunter jene bei den bekannten Juwelieren Kornmesser, Schwödt und Thurzo in Wien sowie Karner in Salzburg. Zwei Männer aus der serbischen Stadt Cacak, auf deren Konto vier Taten gehen sollen, sind auf der Flucht. Gesucht werden außerdem zwei Mitglieder der "Pink-Panther"-Bande nach Überfällen auf einen Juwelier in Wien-Alsergrund und auf ein Schmuckgeschäft in Wien-Hernals.

Ausgangspunkt der Ermittlungen gegen die sogenannte "Cacak-Connection" war laut Oberstleutnant Robert Klug vom Wiener Landeskriminalamt der Überfall in Salzburg im Jänner 2011. Einer der mutmaßlichen Täter war bereits 2009 in Österreich vor Gericht gestanden und erkennungsdienstlich behandelt worden.

Ein Abgleich der Überwachungsfotos beim Juwelier mit der Datenbank ergab, dass es sich bei ihm um den Täter handeln dürfte. Bei zwei Überfällen in Wien hinterließ er zudem DNA-Spuren.

Auf die Spur der sogenannten "Pink-Panther"-Gruppe, auf deren Konto zwei Überfälle in Wien im September 2011 gehen sollen, kamen die Ermittler durch einen Zeugen. Die Räuber hatten beim ersten Überfall hohe Beute gemacht und waren zunächst mit Motorrädern geflüchtet. Ein Mann beobachtete dann allerdings, wie die Männer von Motorrädern auf Autos umgestiegen sind.

Aufgrund der Beschreibung der Autos der Männer und in Zusammenarbeit mit der serbischen Polizei kamen die Ermittler auf die Verdächtigen, von denen zwei noch flüchtig sind. Ein dritter ist bereits in Haft.