Wien. In den Bergen hat es wieder geschneit, es bleibt kühl und das Wetter könnte nicht besser sein - und doch halten Österreichs Skiregionen an ihren Terminen für das Saisonende fest.

So schließen die meisten Pisten in Salzburg und der Steiermark Mitte April, in Tirol wird noch bis zum 1. Mai gefahren. "Eine Verlängerung würde mehr kosten, als sie bringen würde", meint man etwa beim regionalen Tourismusverband Schladming/Dachstein (Planai-Hochwurzen, Hauser-Kaibling, Reiteralm, Fageralm, Galsterberg, Ramsau, Stoderzinken).

In der "Sportwelt Salzburg" (Flachau, St. Johann Alpendorf, Wagrain, Zauchensee-Flachauwinkl, Kleinarl, Radstadt, Eben, Filzmoos, Goldegg) würde man die Saison sogar eher verkürzen wollen, "weil vor dem letzten Schneefall die Pisten schon so schlecht beieinander waren", hieß es auf Anfrage.

Einbußen im Dezember

Alles in allem zeigen sich die Tourismusverbände der großen Skiregionen sehr zufrieden mit der zu Ende gehenden Saison. Zwar klagen alle über erhebliche Einbußen im Dezember, dafür wurden in manchen Regionen in den Monaten Jänner und Februar Rekordzahlen eingefahren. "Der Februar in Maria Alm war heuer exorbitant gut. Es war der beste seit Beginn der Aufzeichnungen", betont man etwa in der Region Hochkönig (Maria Alm, Dienten, Mühlbach).

Zu demselben Ergebnis kommt man in Schladming. "Die Vorzeichen für ein Gesamt-Plus gegenüber dem Vorjahr stehen gut", erklärt Geschäftsführer von Dachstein-Tourismus, Hermann Gruber. Das sieht man auch im Großarltal (Großarl, Dorfgastein) so. Und auch in Tirol ist man zuversichtlich, mit einem Plus auszusteigen, "weil eben der Februar und der März so gut waren", wie man beim Tourismusverband Paznaun-Ischgl betont.

"Von Wetterlage abhängig"

Kein Plus dürfte sich allerdings am Hochkar in Niederösterreich ausgehen. "Wir sind als Ausflugsregion vor allem von den Wetterlagen an den Wochenenden abhängig - und die waren von Dezember bis Februar sehr schlecht", meint Bernhard Putz, Geschäftsführer der Hochkar Sport-GmbH & Co KG. "Es wird zwar nur ein Minus im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr werden, aber das war ja auch schon schlecht."

Die Saison auszudehnen habe keinen Sinn - "das hat vielleicht früher funktioniert, heute fahren die Touristen im Frühjahr lieber auf Städtereisen", so Putz.