Dominique Strauss-Kahn wartet auf die Entscheidung im New Yorker Zivilverfahren. - © APAweb / Reuters
Dominique Strauss-Kahn wartet auf die Entscheidung im New Yorker Zivilverfahren. - © APAweb / Reuters

New York. Im Zivilverfahren gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wegen Vergewaltigung in den USA fällt vermutlich am Freitag die Entscheidung, ob es zu einer Hauptverhandlung kommt, teilte das Büro des zuständigen Richters Douglas McKeon in New York der Nachrichtenagentur AFP mit. McKeon muss darüber befinden, ob er einem Antrag der Anwälte von Strauss-Kahn auf Einstellung des Verfahrens stattgibt. Falls nicht, kommt es zur Hauptverhandlung.

In dem Verfahren geht es um den Vorwurf einer Hotelangestellten, dass Strauss-Kahn sie im Mai vergangenen Jahres in seiner Hotelsuite in New York zum Oralsex gezwungen habe. In einer ersten Anhörung hatten die Anwälte des Franzosen die Einstellung des Verfahrens beantragt und argumentiert, dass dieser als IWF-Chef diplomatische Immunität gehabt habe.

Strauss-Kahn war wegen der Vorwürfe angeklagt worden. Kurz darauf trat der frühere Hoffnungsträger der französischen Sozialisten als IWF-Chef zurück und musste auch seine Ambitionen auf das französische Präsidentenamt begraben. Wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens stellte die US-Justiz das Strafverfahren gegen den Franzosen aber im August ein. Bereits davor hatte das Zimmermädchen Zivilklage angestrengt, um die es nun geht. Die Hotelangestellte fordert Schadensersatz in nicht genannter Höhe.