Wien/Edinburgh.

Aufgrund weit verbreiteter sozialer Ungleichheiten sind viele junge Menschen in den 39 Ländern Europas sowie in Nordamerika nicht so gesund, wie sie sein könnten. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Bericht zur Studie über das Gesundheitsverhalten von Kindern im schulpflichtigen Alter, der am Mittwoch vom Regionalbüro für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Edinburgh veröffentlicht wurde. 200.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 11, 13 und 15 Jahren wurden befragt.

Aus dem neuesten Bericht geht hervor, dass es beträchtliche Ungleichheiten zwischen den einzelnen Ländern gibt. So lagen etwa die Raten für Übergewicht und Adipositas bei elfjährigen Mädchen zwischen 30 Prozent in den Vereinigten Staaten und 20 Prozent in Portugal bzw. fünf Prozent in der Schweiz. Österreichs Kinder und Jugendliche sind bezüglich ihres Risikoverhaltens in Sachen Gesundheit mittlerweile besser als ihr Ruf. Das größte Problem gibt es beim Rauchen und beim Alkohol. Beim Rauchen sind die Grönländer weit an der Spitze: Mit 13 Jahren rauchen dort 35 Prozent der 13-jährigen Mädchen zumindest einmal wöchentlich, ebenso 25 Prozent der Burschen; Österreich liegt hier auf dem zwölften Rang mit sieben Prozent der Mädchen und fünf Prozent der Buben. Beim Alkoholkonsum liegt Österreichs Jugend an fünfter Stelle - von 39 Staaten. Cannabis spielt hierzulande kaum eine Rolle (20. Rang).