Wien/ Salzburg. Gewitter mit Starkregen sind am Sonntagnachmittag über Österreich gezogen.  In Niederösterreich gab es zwei Verletzte, viele Feuerwehren standen im Einsatz.

In der Stadt Salzburg, im Flachgau und im Tennengau rückten insgesamt 274 Helfer zu 47 Einsätzen aus, wie ein Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos der APA sagte. Zumeist mussten überflutete Keller, Garagen oder Unterführungen ausgepumpt werden. Der Regen setzte um etwa 20.00 Uhr ein und fiel in der Landeshauptstadt und deren Umgebung am heftigsten aus.


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Unfall auf dem Flugplatz Wiener Neustadt

Auf dem Flugplatz Wiener Neustadt kippte nach Angaben der Polizeidirektion wegen des starken Sturms ein Hangartor aus der Führung. Zwei Männer (57 und 65, beide aus Wien) kamen unter dem Tor zu liegen. Sie mussten ins Landesklinikum Wiener Neustadt eingeliefert werden.

Die beiden Mitglieder eines Flugvereines hatten der Polizei zufolge versucht, das fünf Mal fünf Meter große Eisentor in dem aufkommenden Orkan zu schließen. Sie wurden von anderen anwesenden Personen befreit.

Die Polizeidirektion Wiener Neustadt berichtete Montagfrüh außerdem von einer durch den Sturm geknickten Plakatwand, die in der Folge gegen vier Fahrzeuge geschleudert wurde.

Von der Unwetterzelle mit Starkregen, Sturmböen und Hagel ebenfalls schwer getroffen wurden die Orte Steinabrückl, Matzendorf, Felixdorf, Sollenau und Hölles. Etwa 100 Feuerwehrmitglieder mussten ausrücken.

Murenabgang in Tirol

Eine Mure hat Montag früh bei Pfons im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land die Ellbögener Landesstraße (L38) auf rund 50 Meter Länge verschüttet. Aufgrund der andauernden Regenfälle während der Nacht war ein Bach über die Ufer getreten und hatte Baumstämme, Holz und Schlamm mitgerissen, schilderte ein Polizei der APA. Auch die Brennerbahnstrecke war betroffen. Sie war vorerst nur eingleisig befahrbar.

Regenflut in Vorarlberg

Auch in Vorarlberg haben starke Regengüsse am Sonntag und in der Nacht auf Montag mehrere Feuerwehreinsätze ausgelöst. In sechs Fällen mussten die Einsatzkräfte ausrücken, um mit Wasser vollgelaufene Keller auszupumpen, so die Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) in Feldkirch. Betroffen waren vor allem der Bregenzerwald und das Rheintal. Am Rhein wurde die Hochwasser-Vorwarnstufe erreicht, noch liege man aber rund eineinhalb Meter unter der Warnstufe, hieß es.

Am gestrigen Sonntag regnete es laut Angaben des ZAMG-Wetterdienstes Bregenz ergiebig. Bis Mitternacht kamen zwischen 40 und 70 Millimeter Niederschlag zusammen. Im Laufe des Montag ist jedoch zumindest für Westösterreich Wetterbesserung vorhergesagt.