St. Pölten. Ein Unwetter mit Starkregen hat am Dienstagnachmittag und -abend mehrere niederösterreichische Bezirke getroffen. "Feuerwehren sind von einem Einsatz zum nächsten unterwegs", sagte Franz Resperger, Sprecher des Landeskommandos, zur APA. Die FF Ertl im Bezirk Amstetten war selbst ein Opfer der Niederschläge. Im Feuerwehrhaus standen Wasser und Schlamm bis zu einem Meter hoch, so Philipp Gutlederer vom Bezirkskommando.

Überflutungen durch "massive Regenmengen"
Im Bezirk Amstetten war vor allem das Urltal mit den Ortschaften St. Michael, Ertl und Kürnberg betroffen. Es seien "massive Regenmengen" niedergegangen, berichtete Gutlederer. In der Bezirksalarmzentrale seien Hunderte Anrufe eingegangen. Zahlreiche Keller standen unter Wasser. Selbst 500 Kilo schwere Siloballen wurden von den Fluten mitgerissen und trieben im Bruckbach. Auch eine kleine Brücke hielt den Wassermassen nicht stand. Die Feuerwehr musste eine Stromleitung sichern, die eine ganze Siedlung versorgt, so der Sprecher. Die L86 war eine Stunde lang wegen Überflutung gesperrt.

Starkregen ging in der Folge auch in den Bezirken Hollabrunn, Zwettl, dort unter anderem in der Bezirksstadt selbst, Krems und St. Pölten, hier unter anderem in der Landeshauptstadt und im Perschlingtal, nieder. Laut Resperger standen insgesamt 70 Feuerwehren mit etwa 800 Mann im Unwettereinsatz. Zahlreiche Keller mussten ausgepumpt und Straßen gereinigt werden.