Wien. Wer den Christbaum nach dem Weihnachtsfest nicht entsorgen möchte, kann einen lebenden kaufen: "Bäume im Topf können drei bis fünf Mal wiederverwendet werden", sagt Katharina Lapin, Geschäftsführerin von Green Rabbit. Das Wiener Unternehmen liefert Nordmanntannen im Topf nach Hause. Nach Weihnachten werden sie abgeholt oder im Garten des Kunden einpflanzt.

Katharina Lapin liefert Bäume im Topf ins Haus. - © Green Rabbit
Katharina Lapin liefert Bäume im Topf ins Haus. - © Green Rabbit

Abgeschnittene Christbäume landen in Wien beispielsweise im Wald-Biomassekraftwerk in Wien Simmering. "Unsere Kunden wollen nicht, dass ein Baum stirbt. Den Lieferservice nehmen auch viele Senioren in Anspruch", sagt Lapin.

Viele lebende Christbäume kommen aus Belgien

Kunden müssen bei Topf-Bäumen mit mindestens 100 Prozent Aufschlag gegenüber abgeschnittenen Bäumen rechnen. Green Rabbit verlangt 49 bis 72 Euro je nach Größe (von 80 bis 150 Zentimetern) inklusive Lieferung. Die Bäume stammen von Baumschulen in Österreich und aus dem Ausland.

Nur wenige österreichische Christbaumproduzenten bieten aufgrund des großen Aufwands Bäume im Topf an, sagt Karl Schuster, Geschäftsführer der Arge NÖ Christbaumproduzenten: "Viele lebende Bäume in Bauhäusern und Gärtnereien stammen aus Belgien."

Eine steigende Nachfrage nach lebenden Christbäumen kann Schuster allerdings nicht feststellen. "Die Kunden sind enttäuscht, wenn der Baum im Topf die Weihnachtsfeiertage doch nicht übersteht", sagt Schuster.

"Gelegentlich überleben die Bäume nicht, wenn sie falsch behandelt werden", räumt Lapin ein. Daher liefert Green Rabbit eine Bedienungsanleitung mit: Regelmäßiges Gießen und keine Staunässe sind Voraussetzung für das Überleben, zudem sollte der Baum einmal täglich mit Wasser eingesprüht werden.

Beim Schmücken sollten keine schweren Kugeln aufgehängt werden - und kein Lametta, denn das Entfernen der Fäden könnte die Nadeln verletzen. Nach den Weihnachtsfeiertagen sollte der Baum außerdem einige Tage lang auf den Gang gestellt werden, um ihn langsam an kühlere Temperaturen zu gewöhnen.