Wien. Im sogenannten Wiener Islamisten-Prozess sind am Montag alle drei Angeklagten nicht rechtskräftig freigesprochen worden. Dem Beschuldigten Ban W. sowie zwei weiteren Männern, denen man die Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung vorgehalten hatte, konnten laut Richterin Daniela Zwangsleitner nicht genügend Verbindungen nachgewiesen werden. Zwei Beamte des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung stimmten der Vorsitzenden allerdings zu, als diese abschließend meinte, dass die drei Freigesprochenen wohl weiter unter Beobachtung stehen würden.

Der Hauptangeklagte Thomas Al J. ist bereits im Juli 2012 zu drei Jahren Haft verurteilt worden (Rechtskraft seit September), weil er sich an terroristischen Vereinigungen beteiligt haben soll. Ban W. war vorgeworfen worden, zwei jungen Männern die Reise in ein Terror-Camp in Afghanistan organisiert und sie dorthin begleitet zu haben. Der Mann hatte allerdings stets jegliche Beteiligung bestritten.