Wien. Kälberlab, Rinder- und Schweinegelatine, Schildlaus und Schellack. Das sind nur einige der tierischen Bestandteile, die sich in pflanzlichen Lebensmitteln verstecken können - und zwar nicht immer deutlich erkennbar, wie das Verbrauchermagazin "Konsument" berichtet.

"Aus den meisten Zutatenlisten lässt sich für gut informierte Konsumenten herauslesen, dass auch tierische Stoffe enthalten sind", schreibt der Konsument. "Bei anderen, wie zum Beispiel bei den Fruchtsäften, erfährt man aber nur auf Nachfrage, was Sache ist." Vieles, was unproblematisch wirke, "ist weder für Vegetarier noch für Veganer geeignet". Auf Auslobungen wie "rein pflanzlich", "vegetarisch", "vegan" oder "veggie" könne man sich auch nicht blind verlassen, denn diese Begriffe sind juristisch nicht definiert.

So könne es vorkommen, dass vermeintlich "vegetarische" Punschkrapferln ihre schöne rosa Glasur der Schildlaus verdanken.

Schildlaus-Krapferl


Auf der Verpackung ist dann meist "Farbstoff E 120 - Echtes Karmin" zu lesen. Für Farbe sorgt Karmin mitunter bekanntlich auch in Topfencremen, Joghurt, Gummibären und weiteren Süßigkeiten. Hinweise darauf fanden sich in allen untersuchten Zutatenlisten. In Brotaufstrichen, Schokobananen, Gummibären und Joghurt findet sich wiederum oft Speisegelatine. Diese stammt überwiegend aus Schweineschwarten und sorgt für eine cremige bis feste Konsistenz.