Spezielle Beleuchtung gegen die Lichtverschmutzung


Österreich ist bereits mit neun Stätten auf der Welterben-Liste vertreten, darunter die prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen, die Semmeringbahn und die Kulturlandschaft Wachau. Nominierungen wie die Großglockner Hochalpenstraße oder die Eisenstraße sind indes abgeblitzt. Weltweit umfasst die Liste 1007 Denkmäler in 161 Ländern, darunter 779 Kulturdenkmäler und 197 Naturdenkmäler. 31 Denkmäler werden sowohl als Kultur- als auch als Naturerbe geführt.

Mit dem Welterbe vor Augen arbeitet Großmugl an der Präsentation seines Sternenhimmels. Die Straßen-Kugellaternen hat man durch Natriumdampflampen ersetzt, die nur nach unten strahlen. Im Vormonat wurde ein Themenweg mit Audio-Guide -der "Sternenweg Großmugl" - eröffnet.

Zudem hat die Gemeinde die La Palma Deklaration unterzeichnet: ein von Astronomen erarbeiteter Maßnahmenkatalog gegen zunehmende Lichtverschmutzung. "Wichtig wäre auch, das Licht durch Beleuchtungs-Kodizes gesetzlich zu regeln, um der Lichtverschmutzung entgegenzuwirken", sagt Wuchterl. In Österreich fehle ein Gesetz, das eine zugelassene Menge an Licht festsetzt. Denn erst wenn so wenig künstliches Licht wie möglich den Horizont trübt, "merkt man, wie sternhell die Nacht sein kann".