Baden. Unwetter sorgten am Wochenende für Dauereinsätze bei Feuerwehrleuten und lebensgefährlichen Situationen:  Auf der Triesting im Bezirk Baden etwa lösten Gewitterregen eine Flutwelle mit Treibholz aus. Die Wassermassen rasten mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Berndorf und Hirtenberg durch das Tal.

Von den Unwettern besonders betroffen waren Gemeinden in den Bezirken Lilienfeld, Gänserndorf und Baden. 130 Feuerwehren mit etwa 850 Mitgliedern wurden aufgeboten. In der Gemeinde Wienerwald fiel der Strom aus. In Kieneck in der Gemeinde Ramsau (Bezirk Lilienfeld) wurde eine Brücke weggerissen. Die überflutete Gemeindestraße war mehrere Stunden nicht passierbar. In Wien gab es laut Feuerwehr keine gravierenden Probleme.

Auch in Salzburg und der Steiermark führten heftige Unwetter mit Starkregen in der Nacht auf Montag zu Überschwemmungen. In Tirol sorgte der Niederschlag für lokale Hangrutschungen und Murenabgänge, in Niederösterreich wurde eine Brücke weggerissen.

In Salzburg kam es vor allem im Flachgau und im Tennengau zu kleinen Überschwemmungen. Die Feuerwehren wurden zu 139 Einsätzen gerufen, wobei der Schwerpunkt im Raum Berndorf, Seeham und Nußdorf im nördlichen Flachgau lag. Vor allem Keller, Unterführungen und Straßenabschnitte waren betroffen.

Im Gemeindegebiet von Deutschfeistritz (Bezirk Graz-Umgebung) in der Steiermark machten die Niederschläge Straßen vorübergehend unpassierbar, ein Fahrstreifen der A9 Pyhrnautobahn musste wegen Überflutung gesperrt werden. Wie die Feuerwehr mitteilte, war die Übelbacher Landesstraße L385 überschwemmt, außerdem gingen dort einige Geröll- und Schlammlawinen ab, welche die Straße für zwei Stunden blockierten. Im Feistergraben verlegte eine Gerölllawine die Gemeindestraße. Im Ortsgebiet von Deutschfeistritz standen einige Keller unter Wasser, eine Baumschule wurde bis zu einem halben Meter überflutet. Die Feuerwehren Deutschfeistritz und Kleinstübing waren mit allen verfügbaren Pumpen im Einsatz.

In Tirol sorgten die Gewitter lokal für Hangrutsche und Vermurungen. Laut Polizei ließen in Kirchberg Regenfälle in kurzer Zeit den Kobinger- und den Kerzingerbach über die Ufer treten. Dadurch wurde eine Landesstraße auf einer Länge von rund 300 Metern mit Schlamm, Steinen und Baumstämmen vermurt. Auch die Talstation der "Ki West"-Gondelbahn war betroffen.

In Oberösterreich rückten innerhalb kurzer Zeit die Freiwilligen Feuerwehren zu über 250 Einsätzen aus. Betroffen waren vor allem der Süden und der Westen des Bundeslandes, aber auch der Zentralraum. Im Attersee-Gebiet musste die Seeleiten-Bundesstraße (B152) wegen Murenabgängen und umgestürzten Bäumen gesperrt werden. Auch die Großalmstraße von Neukirchen und Steinbach sowie die Straße durch das Weißenbachtal waren unpassierbar.