Wien. Nicht nur die Umwelt, auch die Volkswirtschaft wird laut Wifo von den geplanten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz für die Klima- und Energiemodellregionen in Österreich profitieren. Die Investitionen würden ab 2020 jährlich das Doppelte an Wertschöpfungszuwachs bringen, zudem ließen sich ab dann pro Jahr 2,5 bis 4,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen, so das Ergebnis einer Wifo-Studie. Das Maximum entspricht dem jährlichen Treibhausgas-Ausstoß Kärntens.

Der Fokus in den - bundesweit mehr als hundert - Klima- und Energiemodellregionen (KEM) mit knapp 2,5 Millionen Bewohnern liegt auf den Bereichen Gebäude, Mobilität, Strom und Fernwärme. Werden bis 2020 jährlich 1,5 Milliarden Euro an Investitionen getätigt (ambitioniertes Szenario), ließen sich ab dem Zeitpunkt für die Lebensdauer der Maßnahmen jährlich 3 Milliarden Euro mehr an Wertschöpfung erzielen, im konservativen Modell bei 600 Millionen Euro Investment wären es 1,2 Milliarden mehr. Die Investments würden in den KEM-Regionen 16.000 bis 40.000 zusätzliche Arbeitsplätze bringen.

Großes Sparpotenzial durch thermische Sanierung


Besonders großes Energie-Einsparpotenzial gibt es laut Studie durch thermische Sanierung. Hier könnte dem Wifo zufolge die Endenergieeinsparung bis 2020 - verglichen mit 2010 - bei 12 Prozent bis 26 Prozent liegen, bei der Elektrizitäts-Einsparung in Gebäuden bei 6 bis 15 Prozent. Weniger Fahrleistung im Verkehr (etwa durch Fahrgemeinschaften) brächte 1,6 bis 9 Prozent Einsparung, ein Ausbau der Öffis 1,6 bis 4,5 Prozent, Sprit sparen 1,3 bis 2,5 Prozent und ein Umstieg auf E-Mobilität 3,6 bis 6,0 Prozent.

Allerdings betonen die Studienautoren vom Wifo: "Die in den Szenarien angenommenen hohen Einsparungen im Verkehrssektor setzen tiefgreifende Verhaltensänderungen voraus."