In der Hektik des Straßenverkehrs sind ältere Menschen zu wenig geschützt. - © Creative Commons - GuentherZ
In der Hektik des Straßenverkehrs sind ältere Menschen zu wenig geschützt. - © Creative Commons - GuentherZ

Senioren sind die überwiegende Opfergruppe bei tödlichen Fußgängerunfällen in Österreich. Im Vorjahr waren 41 der 72 im Straßenverkehr getöteten Fußgänger 65 Jahre oder älter.

886 Fußgänger kamen in den vergangenen zehn Jahren in Österreich bei Verkehrsunfällen ums Leben, davon waren 459 Senioren, also mehr als jeder Zweite. Darauf wies der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in einer Aussendung hin.

Die Tendenz ist steigend: In den vergangenen zwei Jahren lag der Anteil bei 57 bis 58 Prozent. Gleichzeitig stellt die Altersgruppe nur 27,2 Prozent der Bevölkerung (Stand Anfang 2016).

Maßnahmen erforderlich

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"Unser Verkehrssystem nimmt auf ältere Menschen viel zu wenig Rücksicht. Zudem wird ein Fehltritt häufig nicht verziehen, sondern im schlimmsten Fall mit dem Tod bestraft"", fasste Markus Gansterer vom VCÖ zusammen.

Als Maßnahmen forderte er eine fußgängerfreundliche und seniorengerechte Verkehrsplanung im Wohnumfeld. Als konkrete Maßnahmen nannte er Verkehrsberuhigung, ein dichtes Netz an breiten Gehwegen sowie bei Fußgängerampeln kürzere Rotphasen und längere Grünphasen.