Wien. Bunt soll er sein. 41 Prozent der Österreicher lieben mehrfarbige Äpfel, etwas weniger (31 Prozent) mögen rote am liebsten und ein Fünftel stimmt für die grüne Variante. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Integral herausgefunden. Äpfel sind das beliebteste Obst der Österreicher: 90 Prozent gönnen sich zumindest hin und wieder diesen Snack.

Knapp dahinter folgen Bananen, Erdbeeren, Weintrauben und Himbeeren. Auch wenn man die beiden nicht vergleichen soll: Die Birne findet sich in der am Mittwoch veröffentlichten Integral-Umfrage abgeschlagen auf Platz zehn.

Süße Äpfel schmecken besser als saure

Zur Beliebtheit des Apfels könnte auch beitragen, dass ihm von drei Viertel zugeschrieben wird, gesund zu sein: Diese stimmen nämlich dem englischen Sprichwort "An apple a day keeps the doctor away" zu.

Praktisch jeder (92 Prozent) hat schon einmal Äpfel frisch von einem Baum gepflückt. Ob es sich dabei um den eigenen Baum handelt, ist offenbar ziemlich egal. Die Hälfte der Pflücker hat sich dabei schon einmal bei fremdem Eigentum bedient, vorzugsweise jenem des Nachbarn. Vier von zehn Befragten stehen auf süße Äpfel, ein knappes Drittel mag es sauer, dem Rest ist es offenbar egal.

Lagerschwund wegen Wetterkapriolen

Bei der Herkunft der gekauften Äpfel zeigen sich die Österreicher recht heimatbewusst: 92 Prozent ist es wichtig, dass diese aus der Alpenrepublik stammen, am besten aus der eigenen Region (88 Prozent). Eine Vorgabe, die von den zweitplatzierten Bananen wohl nur schwer zu erfüllen ist.

Doch auch die österreichischen Äpfel sind nicht immer verfügbar. Während 2015 noch 216.092 Tonnen Äpfel von den Bäumen geklaubt wurden, waren es 2016 nur 60.808 Tonnen, wie die Statistik Austria vermeldete. Schuld an dem dramatischen Apfelschwund waren Wetterkapriolen. Der Bedarf konnte nur durch Importware gedeckt werden. Auch 2017 vernichtete der Frost die Apfelblüten, die Erwerbsobstbauern meldeten herbe Ertragseinbußen.