Wien. In Österreich werden täglich 67 Fahrräder als gestohlen gemeldet. Ein häufiger Grund dafür sei die schlechte Sicherung. Darauf wies der Versicherungsverband Österreich (VVO) in einer Aussendung am Montag hin. Eine Untersuchung des VVO ergab, dass ein Großteil aller Fahrräder innerhalb von Sekunden gestohlen werden kann.

Die meisten Diebstähle gibt es in Großstädten. In Wien, St. Pölten, Graz und Salzburg ging der Anteil der schlecht gesicherten Fahrräder im Vergleich zum vergangenen Jahr nur leicht zurück (von 68 auf 65 Prozent). Dabei sind die Radfahrer in Wien am vorsichtigsten. Hier werden zu 63 Prozent hochwertige Schlösser verwendet, in St. Pölten lediglich zu 23 Prozent.

Problemlos zu entwenden

"Sehr häufig werden Fahrräder nur am Vorder- oder Hinterrad abgesperrt. Durch ein Öffnen des Schnellspanners können Diebe so ein Rad ohne jegliches Werkzeug mit einem Handgriff problemlos entwenden. Zumindest der Rahmen sollte daher immer an einer ortsfesten Verankerung oder Abstellanlage abgesperrt werden", erklärte Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Ebenfalls wird empfohlen, zwei verschiedene Schlosstypen zu verwenden. Manche Diebe seien auf bestimmte Schlösser spezialisiert, sagte Thann.

Am sichersten ist es jedoch, das Fahrrad nur kurzzeitig draußen abzustellen. Zwar werden teurer Fahrräder auch mit bessern Schlössern gesichert, aber auch diese können geknackt werden. Außerdem ist es ratsam, einen Fahrradpass auszufüllen. So kann der Polizei bei Fahndungsmaßnahmen geholfen werden.