Nickelsdorf. Aufbruchsstimmung beim Nova Rock: Am Sonntagnachmittag packten etliche Fans auf den "Pannonia Fields" bereits ihre Sachen und brachten sie zu den verstaubten Autos, um sich nach den letzten Auftritten auf den Heimweg zu machen. Die Bilanz: Alles gut gegangen, nichts geschehen.

Nicht einmal die Absage der Toten Hosen konnte die Bilanz trüben: "Die Ticketrückgaben waren in einem dünnen Bereich von ein paar hundert", erklärte Festival-Intendant Ewald Tatar im APA-Interview. 220.000 Besucher seien an vier Tagen gekommen.

Entspannte Atmosphäre

Auch die Einsatzorganisationen zeigten sich zufrieden: Das Nova Rock Festival 2018 verlief in entspannter Atmosphäre und ohne ernsthafte Vorkommnisse - das war die einhellige Bilanz von Rotem Kreuz, Polizei und ÖAMTC.

Bei der ersten Abreisewelle am Sonntagnachmittag kam es zu kleinen Pannen wie verlorenen Autoschlüsseln, leeren Batterien oder abgerissenen Stoßstangen gekommen. Ein Besucher konnte sein Auto überhaupt nicht mehr finden und wandte sich an den Pannendienst. Schließlich wurde das Gefährt doch noch ausfindig gemacht.

Auch wenn sich die Versorgungszahlen beim Roten Kreuz gegen Ende des Festivals nach oben geschraubt hätten, dürften es dennoch weniger Patienten als im Vorjahr werden, sagte Sprecher Thomas Horvath. Grund dafür sei das etwas kühlere Wetter und damit verbunden weniger Kreislaufprobleme.

2000 Patienten

Bis Sonntagnachmittag hat das Rote Kreuz in seinen vier Stationen rund 2.000 Patienten versorgt. 50 Festivalgäste wurden ins nahe Krankenhaus Kittsee gebracht. Die meisten davon konnten bald wieder aufs Festivalgelände zurückkehren. Sonntagnacht werden die beiden Sanitäts-Stationen bei den Bühnen schließen, doch die Versorgung bei Camping und Caravan wird bis Montag aufrechterhalten.

Unter dem Motto "sicher feiern" stand das Nova Rock 2018 für die Polizei. Tatsächlich sei es zu keinen gefährlichen Situationen gekommen, teilte Polizeisprecher Helmut Greiner mit. Ein geschnappter Handy-Dieb war dabei einer der nennenswerteren Zwischenfälle.

Die Polizei führte während des Festivals laufend Verkehrskontrollen mit Schwerpunkt Alkohol und Drogen durch. Ein Lob gab es von der Polizei jedenfalls für die Disziplin der Fahrzeuglenker angesichts der komplexen Parkplatzsituation.