In den 1940er Jahren noch Leibeigene auf den Plantagen

Wie sehr die Indigenen Brasiliens sich nach Ruhe sehnen, unterstreicht die Erinnerung des 80-jährigen Isaka. Er musste, so wie viele andere Indigene in dieser Region im Westen Brasiliens, in den 1940er, 1950er Jahren als Leibeigener auf einer Kautschuk-Plantage arbeiten. Die Indigenen durften sich damals nicht einmal um ältere Familienangehörige kümmern - entweder man arbeitete für die Plantage oder man musste das Gebiet, das sich die Kolonialherren angeeignet hatten, komplett verlassen. Weder die Militärdiktatur noch die Verfassung 1988 hätten in dieser abgelegenen Region Veränderungen für die Indigenen gebracht, erzählt Isaka. Erst die Wahl der Arbeiterpartei PT, damals unter Lula da Silva, 2003, habe die Situation der Indigenen verbessert und ihnen sogar Pensionsansprüche eingeräumt, die sie vorher nicht hatten. "Wir wurden vorher als Tiere, nicht als brasilianische Bürger angesehen", erzählt Mapu. Und die Huni Kuin haben Angst, dass diese Zeit wieder zurückkehrt. Doch diesmal wollen sie sich dafür wappnen.